Embodiment – auf Deutsch etwa „Verkörperung“ – beschreibt, wie wir Erfahrungen, Überzeugungen und Emotionen im Körper ausdrücken.
Embodiment ist das, was passiert, wenn du Fahrradfahren lernst. Nicht nur die aufgeschürften Knie, die Tränen und das Eis, das dich wieder lächeln lässt – sondern auch das Gefühl für Gleichgewicht, Geschwindigkeit, Bremsen und Bewegung. Dein Körper erinnert sich an all das, auch Jahrzehnte später.
Embodiment ist die Art, wie sich deine Schultern unbewusst anspannen, wenn du eine schwierige E-Mail öffnest. Wie dein Atem stockt, wenn du etwas Neues beginnst. Oder wie dir noch heute die Nackenhaare aufstellen, sobald jemand mit erhobener Stimme spricht - weil dein Körper gelernt hat, Alarm zu schlagen, sobald dein Name mit „… bitte zum Direktor“ verbunden wird.
Diese Reaktionen sind verkörperte Muster – gut gemeinte Schutzmechanismen, die dich einst sicher halten sollten. Doch manchmal bleiben sie aktiv, obwohl sie heute nicht mehr nötig sind.
Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, diese alten Reflexe loszulassen.