Identität und unsere Idee des „wahren Ich“
Identität ist ein Spannungsfeld – und das „wahre Ich“ eine seiner wirksamsten Ideen.
Für die einen ist Identität Befreiung, Selbstermächtigung, Heimkehr zu sich selbst. Für die anderen ist sie Konstruktion, Zuschreibung, politisches Instrument.
Zwischen diesen Polen hält sich hartnäckig eine Vorstellung:
Unter all unseren Anpassungen liege ein „wahres Ich“, das nur freigelegt werden müsse.
Doch was, wenn Identität weder verborgener Kern noch bloße Konstruktion ist – sondern etwas, das sich verkörpert formt?
Dieser Artikel nähert sich dieser Frage nicht über Ideologien, sondern über den Körper.